Antike Welt und frühes Christentum

Sebastian Buck

Auf dieser Seite finden Sie vielfältige Informationen zu verschiedenen Themen rund um das frühe Christentum und seine Verwurzelung in der Antiken Welt.

Mein Name ist Sebastian Buck, und die Inhalte dieser Seite sind die Erkenntnisse aus meinem Studium der Theologie, klassischen Philologie und Geschichtswissenschaften sowie aus zahlreichen Forschungsreisen zu den Stätten der hellenistischen Kultur und des frühen Christentums rund um das Mittelmeer. 

Anstelle einer umfassenden Darstellung möchte ich mit dieser Seite die Welt, in der das Christentum entstanden ist, über die vielen Facetten näher bringen, aus denen sie bestand.

Mein Bestreben ist es, die Inhalte möglichst objektiv und wissenschaftlich darzustellen. Außerdem ist antike-christentum.de ein lebendes Projekt, das seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2007 stetig erweitert wird. 

Daher freue ich mich sehr über Themenvorschläge, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Neben zahlreichen Fachaufsätzen gibt es fast täglich einen neuen Blogeintrag mit unterhaltsamen und spannenden Fakten zur Antiken Welt und dem frühen Christentum.

Kommen Sie mit auf meine Reisen in die Welt und Umwelt des frühen Christentums und entdecken Sie Zusammenhänge, die oftmals erstaunlich sind!

Ihr Sebastian Buck

Das Apsismosaik von Santa Pudenziana in Rom.

Das prächtige Mosaik in der Apsis der frühchristlichen Basilika, entstanden 415 n. Chr. unter Papst Innozenz I., ist eines der ältesten erhaltenen christlichen Mosaiken und zählt zu den bedeutendsten Werken der frühchristlichen Kunst. Im Zentrum thront Christus mit Nimbus, langem Haar und Bart, gekleidet wie ein kaiserlicher Herrscher, auf einem breiten, edelsteingeschmückten Thron. Seine Rechte hat er im Redegestus erhoben, in der Linken hält er ein aufgeschlagenes Buch, in dem die Worte „DOMINUS CONSERVATOR ECCLESIAE PUDENTIANAE“ zu lesen sind; Christus wird als Schutzherr der Kirche der Pudentiana bezeichnet. Es ist das Bild einer Lehrversammlung mit Christus als lehrendem Philosophen. Neben ihm sitzen die mit erhobenen Händen diskutierenden Apostel, die zu den Rändern hin immer kleiner werden. Die als einzige im Profil dargestellten Apostel Petrus (rechts) und Paulus (links) werden bekränzt von zwei Frauen als Personifikationen der aus Judenchristen (Ecclesia ex circumcisione) und Heidenchristen (Ecclesia ex gentibus) bestehenden Kirche. Dieses Mosaik ist die früheste künstlerische Darstellung dieses Themas mit der Auszeichnung der beiden Apostel für die Bekehrung der Juden durch Petrus und die Mission unter den Heiden durch Paulus. Diese Darstellung hat eine eschatologische Bedeutung und stellt Christus und seine Apostel als Gerichtstribunal dar. #Mosaik #Rom
28. Mai 2024 um 08:00 Uhr

Der Tempel der Athene in Priene.

🏛️ Erbaut im 4. Jh. v. Chr., ist dieser Tempel das älteste und wichtigste Bauwerk der antiken Stadt Priene. Der römische Autor Vitruv nennt Pyrtheos als Erbauer, denselben Architekten des Mausoleums von Halikarnassos. Trotz eines antiken Erdbebens stehen heute nur fünf ionische Säulen aufrecht, während die anderen Teile verstreut liegen. Der Tempel war ein Peripteros mit insgesamt 34 Säulen. Interessanterweise unterstützte Alexander der Große die Fertigstellung des Tempels während seines Aufenthalts in Priene und weihte ihn persönlich, wie eine Inschrift im British Museum bezeugt. Umgeben von einem Naos und einem Propylon im Osten, wurde dem Tempel ein Altar vorgelagert, der einen Relieffries einer Gigantomachie aufwies, ähnlich dem berühmten Pergamonaltar. #Tempel #Geschichte #Priene
15. Mai 2024 um 07:41 Uhr

Relief mit drei palmyrenischen Gottheiten.

Das Relief, das heute im Louvre zu sehen ist, stammt aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. und wurde wahrscheinlich in einem lokalen Schrein oder Heiligtum in Palmyra verehrt. Die drei männlichen Gottheiten, in militärischer Kleidung dargestellt, sind möglicherweise lokale Gottheiten der Region. Eine zentrale Figur, oft als Baalschamin identifiziert, wird von zwei weiteren Gottheiten flankiert, die als Sonnen- und Mondgottheiten interpretiert werden. Die Deutung der Figuren bleibt jedoch problematisch, und verschiedene Theorien werden diskutiert, darunter die Möglichkeit, dass die zentrale Figur den Hauptgott Baal repräsentiert. Foto: (c) Sebastian Buck, www.antike-christentum.de #Palmyra #Louvre #Museum
09. Mai 2024 um 09:49 Uhr

Statue des Apollo aus Vouni (Zypern)

Die Kalksteinstatue stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. - also aus hellenistischer Zeit. Der Gott trägt einen Lorbeerkranz im auffällig gelockten Haar. In der linken Hand hält er eine Schriftrolle. Auf dem linken Unterarm sitzt ein Vogel. Um die Hüften ist ein Tuch gebunden. Es handelt sich um eine untypische Darstellung des Apoll, da sein ansonsten allgegenwärtiges Merkmal - die Leier - fehlt. Die Statue befindet sich heute im Zypernmuseum in Nikosia / Lefkosia. #Apollo #Statue #Zypern #Museum
08. Mai 2024 um 08:00 Uhr

Mosaik aus der Villa des Aion in Nea Pafos (Zypern).

Die Darstellung zeigt den musikalischen Wettstreit zwischen dem strahlenden Gott Apollon (rechts) und dem Satyr Marsyas. Marsyas hatte eine Doppelflöte gefunden, die von der Göttin Athene weggeworfen worden war. Daraufhin forderte er - von seiner Spielkunst überzeugt - Apollo zum Wettstreit heraus. Die Musen, die das Urteil fällen sollten, gaben zunächst Marsyas den Vorzug, doch als Apollo seinem Kithara-Spiel noch Gesang hinzufügte, stand der Gott als Sieger fest. Das Mosaik zeigt, wie Marsyas nach der Niederlage im Wettstreit abgeführt wird, während Apollo majestätisch als Sieger dargestellt wird. Später wird Marsyas zur Strafe an einer Fichte aufgehängt. Der Mythos gilt als Warnung vor Hybris gegenüber den Göttern und war in der Antike ein beliebtes Motiv. Fotos: (c) Sebastian Buck, www.antike-christentum.de #Apollo #Mosaik #Zypern #Paphos
04. Mai 2024 um 06:43 Uhr

Das Mausoleum der Hl. Constantia in Rom.

Santa Costanza in Rom ist ein faszinierendes Beispiel für frühchristliche Architektur und Kunst. Ursprünglich als Mausoleum für Constantia, die Tochter des römischen Kaisers Konstantin, erbaut, wurde es später zu einer Kirche umgewandelt. Die zentrale Rotunde, gekrönt von einer beeindruckenden Kuppel, war einst prächtig mit Mosaiken geschmückt, von denen einige erhalten geblieben sind. Das Innere der Kirche zeugt von einem kunstvollen Zusammenspiel aus Säulen, Kapitellen und architektonischen Details. Die Rotunde, von einem umlaufenden Gang umgeben, strahlt eine spirituelle Atmosphäre aus, die Besucher seit Jahrhunderten fasziniert. Fotos: (c) Sebastian Buck, www.antike-christentum.de #Rom #SantaCostanza
29. Apr. 2024 um 08:29 Uhr

Der sogenannte Diana-Tempel in Nîmes.

Dieses römische Gebäude aus dem 1. Jahrhundert wurde unter der Herrschaft von Kaiser Augustus errichtet. Obwohl es als Tempel bezeichnet wird, gibt es Zweifel an seiner ursprünglichen Funktion. Das Bauwerk liegt in der Nähe der sprudelnden Quelle „La Fontaine“, in deren Nähe sich ein Augusteum befand, ein Heiligtum, das dem Kult des Kaisers und seiner Familie gewidmet war und in dessen Mittelpunkt ein Nymphäum steht. Der Basilika-ähnliche Grundriss spricht dagegen, dass es sich um einen Tempel handelt, und es gibt keine archäologischen oder literarischen Beweise für seine Widmung an Diana. Die zahlreichen Wandnischen lassen eher auf eine Nutzung als Bibliothek schließen. Bei archäologischen Ausgrabungen im 18. Jahrhundert wurden kunstvolle Marmorböden entdeckt, die Einblicke in das Leben der antiken Bewohner geben. #Nimes #Tempel
26. Apr. 2024 um 10:07 Uhr

Mosaikdarstellung des Mythos von Pyramus und Thisbe aus Nea Pafos.

Das Mosaik stammt aus der Villa eines wohlhabenden Bürgers von Paphos aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr. Den Mythos von Pyramus und Thisbe erzählt Ovid in seinen Metamorphosen: Pyramus und Thisbe waren junge Liebende, die in Babylon lebten und nebeneinander wohnten. Ihre Familien waren verfeindet und erlaubten ihnen nicht, sich zu sehen. Die beiden kommunizierten heimlich durch eine schmale Ritze in der Mauer, die ihre Häuser trennte. Sie beschlossen, sich unter einem Maulbeerbaum außerhalb der Stadtmauern zu treffen und von dort zu fliehen. Thisbe kam zuerst an, wurde aber von einem Löwen überrascht und flüchtete, dabei verlor sie ihren Schleier. Pyramus, der später ankam und den Schleier sah, glaubte, dass Thisbe von dem Löwen getötet worden sei, und beging Selbstmord. Als Thisbe zurückkehrte und Pyramus tot fand, brachte sie sich ebenfalls um. Der Mythos von Pyramus und Thisbe diente William Shakespeare als Inspiration für sein Drama „Romeo und Julia“. Foto: (c) Sebastian Buck, www.antike-christentum.de #Zypern #Mosaik #Paphos #Ovid
21. Apr. 2024 um 07:51 Uhr

Tauroktonieszene aus Sarmizegetusa (CIMRM 2063).

Dieses marmorne Relief, das zwischen 1882 und 1883 im Mithräum der römischen Kolonie Sarmizegetusa entdeckt wurde, zeigt eine beeindruckende Darstellung verschiedener Szenen aus der Mythologie von Mithras. Im Zentrum drückt Mithras, größer dargestellt als die anderen Figuren, mit seinem linken Knie den Stier zu Boden. Mit mit der linken Hand greift Mithras in die Nüstern und sticht mit einem Dolch, den er in der der rechten Hand hält. in die Flanke des Stieres. Um diese Szene herum sind verschiedene Figuren zu sehen, darunter Cautes und Cautopates mit Fackeln sowie ein Löwe. Am Rand der Komposition erscheint Mithras in früheren Episoden des Mythos, als er den Stier erbeutet oder aus dem Felsen geboren wird. Dieses Relief trägt die Merkmale der provinziellen römischen Kunst und stammt wahrscheinlich aus einer örtlichen Werkstatt in der Nähe der römischen Kolonie, die Marmor aus dem Steinbruch bei Bucova verwendete. Das Kultbild ist noch bis zum 21. April 2024 im Rahmen der großen Sonderausstellung "Dacia. L’ultima frontiera della Romanità" im Museo Nazionale Romano (Terme di Diocleziano) zu sehen. Fotos: (c) Sebastian Buck, www.antike-christentum.de #Mithras #Mithraskult #Sarmizegetusa #Museum
15. Apr. 2024 um 08:02 Uhr

Der frühchristliche Sarkophag des Marcus Claudianus im Museo Nazionale Romano (Palazzo Massimo) in Rom.

Der Sarkophag stammt aus der Zeit von 330 - 335 n. Chr. und zeigt Szenen aus dem Neuen Testament sowie den (apokryphen) Petruserzählungen

Video: (c) Sebastian Buck, www.antike-christentum.de⊸bsp;

#Rom #Sarkophag #NT #NeuesTestament #Christentum #Petrus

11. Apr. 2024 um 08:22 Uhr

Frühchristliche Basilika bei Kourion (Zypern)

Unweit des Strandes, am Fuße des Hochplateaus, auf dem die antike Stadt Kourion liegt, befinden sich die Ruinen einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jahrhundert. Sie wurde auf den Mauern eines älteren Tempels errichtet. Der Gebäudekomplex besteht aus einer dreischiffigen Kirche mit vorgelagertem Artium und mehreren Nebenräumen. Die sog. Kleine Basilika wird bei der Besichtigung der Ruinen von Kourion häufig vergessen und sind auch nicht immer zugänglich. Die prächtigen Säulen und der Erhaltungszustand vermitteln jedoch einen guten Eindruck von der Anlage einer frühchristlichen Basilika. Fotos: (c) Sebastian Buck, www.antike-christentum.de . . . #Kourion #Zypern #Basilika #Kirche
09. Apr. 2024 um 12:04 Uhr

Ara Pacis des Augustus: Opferprozession der kaiserlichen Familie in Rom

Die Ara Pacis des Augustus in Rom. Das Relief zeigt eine Opferprozession mit bedeutenden Vertretern der kaiserlichen Familie. Foto: (c) Sebastian Buck, antike-christentum.de
19. Feb. 2024 um 09:42 Uhr

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Neue oder neu bearbeitete Aufsätze:

Sebastian Buck

Mithras.

Geschichte einer Gottheit 

Steinfurt 2021

206 Seiten, zahlr. Abb.

Sebastian Buck: Mithras. Geschichte einer Gottheit

Der römische Mithraskult und das frühe Christentum entstanden vor dem selben kulturhistorischen Hintergrund. Sie verbreiteten sich zur selben Zeit und waren schnell in allen Teilen des Römischen Reichs zu finden.

Sowohl der Mithraskult als auch das Christentum haben die alten heidnischen Vorstellungen überwunden und bieten dem Menschen der Antike eine neue Form persönlicher Religiosität.

Doch die Geschichte des Gottes Mithra ist weitaus älter. 

Den Spuren, die seine Verehrung durch die Jahrtausende hinterlassen hat, folgt dieses Buch.“


Lesermeinung:
„Das Buch geht neue Wege bei der spannenden Suche nach der Herkunft des Mithraskults.“


Lesermeinung:
„Interessante Forschungsarbeit wurde spannend aufbereitet.

Das Buch ist fesselnd und eloquent geschrieben. Der Autor spannt einen großen zeitlichen Bogen auf und fliegt durch die Jahrtausende. Dabei nimmer auch den nicht in der Altphilologie bewanderten Leser mit. Durch die guten Übersetzungen hat man selbst das Gefühl mitzuforschen. An den Grenzen der Forschung verspürt man wehmütig eine Sehnsucht nach weiterer Aufklärung. Möge er dort weitermachen. Vielen Dank!“


Lesermeinung:

„Anerkennung, Dank und Respekt für Ihr Mithras-Buch! Am Nemrud Dag habe ich viele Stunden zugebracht, bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. [...] Habe mich soeben auf Ihrer Seite angemeldet. 

Schade, dass soviel Kreativität und Engagement nicht im Rahmen der verbeamteten Wissenschaft möglich ist – deshalb bin ich einige Jahre eher als notwendig in den Ruhestand gegangen! Respektvolle Grüße!“


Benutzer über antike-christentum.de

  • "... der Besuch lohnt sich auf jeden Fall  für alle Menschen, die theologisch interessiert sind und solche, die es  noch werden wollen.“ (Just Magazin, Website des Monats)
  • "... vielen Dank für die vielen neuen Informationen!“  (Michael V.) 
  • Eine sehr informative und gut gelungene Seite!“ (Sonja W.) 
  • Hier habe ich eine aufklärerische und sehr gewissenhaft gestaltete Page gefunden... Ich komme bestimmt wieder.“ (Dieter R.) 
  • Danke für die gut gemachte Seite. Weiter so...“  (Andreas M.)
  • ...

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